Wissen aus der Praxis.

Checklisten und Fachartikel, an denen sich entscheidet, ob eine Anlage gut läuft.

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Wärmepumpe in der Praxis

Sechs Dinge, an denen sich eine gute Anlage entscheidet.

Heizlast statt Faustformel

Raumweise nach DIN EN 12831. Das Gerät richtet sich nach dem Gebäude, nicht nach der Fläche.

Niedrige Vorlauftemperatur

Je niedriger, desto effizienter. Wir prüfen Heizflächen und tauschen Heizkörper nur, wo es nötig ist.

Hydraulischer Abgleich

Verfahren B mit Protokoll. In der Regel Fördervoraussetzung und entscheidend für Komfort.

Aufstellung und Schall

Standort, Nachbarabstand und Schallwerte nach TA Lärm klären wir vor der Bestellung.

Kältemittel und Sachkunde

Arbeiten am Kältekreis nur mit Kältesachkunde. Natürliche Kältemittel sollen künftig zur Förderbedingung werden.

Das Gesamtsystem

Pufferspeicher, Warmwasser, PV-Kopplung und Regelung werden gemeinsam geplant.

Photovoltaik in der Praxis

Eine Anlage, die zum Haushalt passt.

Eigenverbrauch zuerst

Die Auslegung folgt Verbrauch und Dach, nicht der größtmöglichen Modulfläche.

Speicher mit Rechnung

Ein Speicher kommt nur ins Angebot, wenn er zum Verbrauchsprofil passt.

Anmeldung vollständig

Netzbetreiber und Marktstammdatenregister gehören zur Inbetriebnahme. Das übernehmen wir mit.

Elektrofachbetrieb

Anschluss und Inbetriebnahme über einen eingetragenen Elektrofachbetrieb mit Protokoll.

Förderung

Förderung wird mitgedacht.

Für Wärmepumpen gibt es in Deutschland Zuschüsse über die KfW. Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden, Technik und Fachbetrieb müssen die Anforderungen erfüllen.

Die Bedingungen wurden 2026 angepasst und sinken stufenweise. Deshalb prüfe ich bei jeder Anfrage tagesaktuell, was für dein Projekt gilt, und nenne die Zahlen im Angebot.

Heizlast

Warum die Wohnfläche nicht reicht.

Eine Wärmepumpe wird nach der Heizlast des Gebäudes ausgelegt: nach der Wärme, die an den kältesten Tagen nachgeliefert werden muss.

Pauschale Werte pro Quadratmeter sind dafür zu grob. Ein saniertes und ein unsaniertes Haus mit gleicher Fläche haben völlig unterschiedliche Heizlasten. Berechnet wird deshalb raumweise nach DIN EN 12831 aus Bauteilen (Wände, Dach, Boden, Fenster), Lüftung und gewünschten Raumtemperaturen.

Warum das Ergebnis zählt

Ist das Gerät zu groß, taktet es häufiger, arbeitet weniger effizient und kostet in der Anschaffung mehr. Ist es zu klein, muss der Heizstab einspringen oder es wird nicht warm genug.

Das brauche ich von dir

  • Baujahr und Sanierungsstand
  • Verbrauchswerte der letzten Jahre
  • Grundriss oder Raumliste
  • Art und Größe der Heizkörper oder Flächenheizung

Vorlauftemperatur testen

In vielen Bestandsgebäuden lässt sich die Vorlauftemperatur der alten Heizung testweise absenken. Bleibt es dabei auch in kalten Phasen warm genug, ist das ein gutes Zeichen für den Einsatz einer Wärmepumpe.

Hydraulischer Abgleich

Verfahren B in fünf Schritten.

Jeder Heizkörper oder Heizkreis bekommt genau die Wassermenge, die er für seinen Raum braucht.

Ohne Abgleich erhalten nahe Heizkörper zu viel Wasser und entfernte zu wenig. Die Folgen sind kalte Räume, Strömungsgeräusche und eine hohe Rücklauftemperatur, die die Wärmepumpe ineffizient macht. Bei Förderanträgen für Wärmepumpen im Bestand wird der Abgleich nach Verfahren B in der Regel verlangt und mit einem Protokoll nachgewiesen.

  1. Raumweise Heizlast berechnen
  2. Heizflächen und Ventile erfassen
  3. Volumenströme und Voreinstellwerte berechnen
  4. Ventile und Pumpe einstellen
  5. Ergebnis im Protokoll dokumentieren
Abgleich online anfragen

Wärmepumpe und PV

Zusammen planen, nicht nur zusammen installieren.

Photovoltaik und Wärmepumpe ergänzen sich, aber nicht von selbst.

Im Sommer liefert die PV viel und die Heizung braucht wenig, im Winter ist es umgekehrt. Deshalb entscheidet die Planung, wie viel Solarstrom tatsächlich in der Wärmepumpe landet.

Diese Hebel gibt es

  • Warmwasser tagsüber bereiten, wenn die Sonne scheint
  • Pufferspeicher als Wärmespeicher nutzen
  • Eine Regelung wählen, die auf Überschussstrom reagieren kann
  • Einen Batteriespeicher passend zum Verbrauch dimensionieren, nicht pauschal

Realistisch bleiben

Im Winter deckt PV nur einen kleinen Teil des Strombedarfs der Wärmepumpe. Der Vorteil liegt vor allem in Übergangszeit und Sommer. Wie sich das für dein Haus rechnet, hängt von Verbrauch, Strompreis und Einspeisevergütung ab und kommt mit dem Angebot.

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